5 Fragen in 5 Minuten mit Sebastian Martinez-Villalba, Associate

Sebastian Martinez-Villalba

21. Jänner 2022

Kannst Du ein wenig über Deine derzeitige Rolle sprechen? Wie möchtest Du deinen Hintergrund von der Arbeit mit Family Offices und im Bereich Private Equity einbringen?

Meine derzeitige Rolle konzentriert sich hauptsächlich auf drei Schwerpunkte: 1) Venture Capital, 2) Fondsgründungen und 3) die Arbeit als externer General Counsel. Ich denke, es ist am einfachsten zu erklären, wie sich meine Erfahrung auf den jeweiligen Bereich auswirkt:

Zu Venture Capital: Ich fühle mich sehr privilegiert, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, in einem Family Office zu arbeiten. Ich konnte Dutzende von Transaktionen von der Term Sheet-Phase über die Prüfung bis hin zum Abschluss beraten. Diese Geschäfte reichten von wandelbaren Pre-Seed Notes im Wert von 50.000 Dollar bis hin zu Kapitalbeteiligungen in Höhe von $ 25 Mio. Die Betreuung dieser Transaktionen gab mir das Selbstvertrauen, auch jedes andere Risikokapitalgeschäft zu verhandeln. Die womöglich einzigartigste Erfahrung war jedoch jene beim Aufbau eines äußerst erfolgreichen VC-Portfolios, das sowohl Fonds- als auch Direktinvestitionen umfasste. Anwälte vergessen oft, dass unterschiedliche Risikokapitalinvestitionen in verschiedenen Branchen und Phasen unterschiedliche Ziele und Risikogrenzen haben. Dies gilt insbesondere für Impact Investments. Es ist entscheidend, die Anliegen und Ziele des Mandanten zu verstehen, und das ist etwas, was nicht viele Juristen beherrschen. Ein Anwalt muss in der Lage sein, flexibel zu sein, kreative Lösungen zu finden und die beste Antwort zu geben, nicht nur die „marktübliche“ oder „richtige“.

Zur Fondsarbeit: Es dauert eine Weile, bis man die Mechanismen der LPAs durchschaut hat, und ich bin froh, dass ich diese Erfahrung schon so früh in meiner Karriere machen konnte. Zu Beginn meiner Laufbahn arbeitete ich auf der Investmentseite von Privatfonds, in der Regel als Cornerstone-Investor. Das war eine sehr interessante Arbeit, denn wer mit Family Offices arbeitet, weiß, dass die Geschäfte sehr genau auf die Bedürfnisse des Family Offices zugeschnitten sein müssen. Als ich in den Private-Equity-Fonds eintrat, war ich mit sehr komplexen Fondsstrukturen in mehreren Ländern konfrontiert, um große Übernahmen und Co-Investments zu ermöglichen. Glücklicherweise hatte ich die Mentoren und die notwendigen Werkzeuge, um zu lernen, wie diese Strukturen funktionieren, und ich erreichte das Niveau, das notwendig war, um diese Verhandlungen auf der Fondsseite zu führen. Da ich sowohl auf der Investitions- als auch auf der Fondsseite von Privatfonds tätig war, verfüge ich über fundierte Fähigkeiten, um unsere Kunden auf sehr effiziente Weise zu unterstützen.

Zur Arbeit als externer General Counsel: Ich denke, die Arbeit in einem großen Private-Equity-Fonds und in einem anspruchsvollen Family Office hat mir sehr gute Hilfsmittel in die Hand gegeben, um effizient und sehr einfach zu arbeiten. Die Arbeit an knappen Fristen für Geschäfte von $ 50.000 bis zu $ 3 Mrd. hat mir einen Crash-Kurs darin vermittelt, Prioritäten zu setzen, Ruhe zu bewahren und die Dinge im Blick zu behalten. Die entscheidende Fähigkeit, die externe Anwälte meiner Meinung nach entwickeln müssen, besteht darin, komplexe und verworrene Sachverhalte zu verstehen, sie zu vereinfachen und einfache Lösungen anzubieten. Um dies zu erreichen, muss man ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse und Ziele des Mandanten entwickeln. Ich denke, die Entwicklung dieses Verständnisses ist etwas, worauf RPCK mehr achtet als alle anderen Unternehmen, mit denen ich bisher gearbeitet habe.

Nicht viele Anwälte steigen von einem Family Office oder einer PE-Firma in eine Anwaltskanzlei um. Warum RPCK?

Bevor ich hierher kam, konnte ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wieder in eine Anwaltskanzlei zu gehen. Vor meiner Bewerbung bei RPCK war meine Vorstellung von Anwaltskanzleien – wie bei vielen Menschen, die regelmäßig mit externen Anwälten zu tun haben – mit der Maximierung der „billable hours“ verbunden. Der Grund, warum ich als Anwalt tätig bin, ist, dass ich gerne komplexe Probleme löse und wichtige Ziele erreichen möchte. Wenn ich ein Problem in einer Stunde lösen kann, für das jemand anderes drei Verhandlungstage gebraucht hätte, dann bin ich stolz darauf. RPCK unterscheidet sich authentisch von allen anderen Kanzleien, die ich je erlebt habe. Wenn wir sagen, dass uns das Ergebnis von Impact-Investitionen oder der Erfolg unserer Klienten am Herzen liegt, dann meinen wir das auch WIRKLICH. Wir werden nicht danach beurteilt, wie viele Stunden wir abrechnen und ob wir Marktstandards nachbilden können. Ich werde ermutigt, Probleme zu lösen, etwas in der Welt zu bewirken und alle mir zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um meine Kunden zu den von ihnen gewünschten Zielen zu führen – deshalb war ich begeistert, dass ich so schnell zu RPCK gekommen bin, und auch nicht daran interessiert gewesen, irgendwo anders hinzugehen.

Auch wenn Du nicht aus dem Impact Bereich gekommen bist, wissen wir, dass Du Dir viele Gedanken darüber gemacht hast, wie sich die Rolle des Anwalts weiterentwickeln muss, um Family Offices besser zu unterstützen. Kannst Du uns deine Meinung dazu erläutern?

Family Offices sind insofern einzigartig, dass sie an sehr anspruchsvollen Transaktionen arbeiten und dabei völlig autonom handeln können. Wenn Sie an einen großen Investmentfonds oder ein börsennotiertes Unternehmen denken, müssen die Transaktionsteams den Investoren gegenüber für jede wesentliche Entscheidung, die sie treffen, eine Erklärung abgeben. Das bedeutet, dass das Risiko, von „marktüblichen“ Bedingungen abzuweichen, oft zu groß ist, als dass sie es in Betracht ziehen könnten. Wenn ein Geschäft außerhalb der marktüblichen Bedingungen nicht zustande kommt, wollen die Investoren eine Antwort.

Family Offices sind viel anspruchsvoller als der durchschnittliche Investor und wollen nicht immer das, was „marktüblich“ ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie pragmatische Ansätze, kreative Lösungen und sehr oft auch Anlagestrategien verfolgen wollen, die nicht unbedingt traditionell oder „marktüblich“ sind. Das ist der Grund, warum viele Family Offices von ihrer rechtlichen Beratung enttäuscht sind. Sie kennen die Strukturen der abrechenbaren Stunden und die Anreize zur Ineffizienz, denen Anwaltskanzleien im Allgemeinen unterliegen. Ich denke, was Family Offices erwarten, sind Anwälte, die sich mit den Bedingungen des Marktes auskennen, qualitativ hochwertige Arbeitsprodukte und transparente und effiziente Abrechnungspraktiken. Aber noch wichtiger ist, dass Family Offices ihren Anwälten vertrauen können, dass sie anspruchsvolle Geschäfte und Strategien authentisch auf ihre Prioritäten, Ziele und Werte abstimmen.

Kannst Du uns über Deinen Weg in den Impact-Bereich erzählen?

Ich denke, das geht Hand in Hand mit meiner letzten Antwort. Was mich beruflich am meisten erfüllt hat, war immer das Erreichen von merkbaren Zielen und die Möglichkeit, etwas zu bewirken. Genauso wie Family Offices ihre spezifischen Ziele erreichen wollen, wollen Impact-Kunden ein bestimmtes Ergebnis erzielen, das nicht nur wirtschaftlicher Natur ist. Impact Investing ist per Definition darauf ausgerichtet, vom Markt abzuweichen und Ziele zu erreichen, die die Welt zum Besseren verändern. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir unseren Impact-Kunden nur dann den bestmöglichen Service bieten können, wenn uns ihre Ergebnisse am Herzen liegen. Andernfalls hätten wir nicht die Orientierung, die notwendig ist, um das beste Ergebnis zu erzielen und nicht nur das „richtige“ Ergebnis (sowohl aus Sicht der Wirkung als auch aus finanzieller Sicht).

Diese Ausrichtung der Ziele und die Aussicht, die Welt wirklich zum Besseren zu verändern, haben mir beruflich und persönlich neuen Schwung gegeben. Leider wissen nicht viele Anwälte, dass dies eine Option ist.

Wie verbringst Du Deine Zeit, wenn Du nicht arbeitest? Was sind ein paar Deiner Hobbies und Interessen?

Wenn ich nicht arbeite, verbringe ich viel Zeit mit meiner Frau und meinen beiden Hunden. Ich versuche, so oft wie möglich zu reisen und so viele Hobbys wie möglich auszuüben. Dazu gehören derzeit Wandern, Boxen, Tennis, Gitarre spielen, Cornhole, die Kunst des Ceviche-Kochens perfektionieren, Yoga, Musikfestivals und Camping. Ich genieße Dinge außerhalb meiner Komfortzone und versuche, die Dinge im Blick zu behalten.

Sebastians ganzes Profil finden Sie hier.

Stay in touch

Bleiben Sie in Kontakt

Sign up for our Newsletter and stay updated about the latest developments at RPCK.

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und bleiben Sie über die neuesten Entwicklungen bei RPCK am Laufenden.